Heilstättenpädagogik

Unterricht für Kinder und Jugendliche im medizinisch-therapeutischen Umfeld

Jedes Kind und jeder Jugendliche hat ein Recht auf Bildung und Unterricht entsprechend seiner körperlichen, geistigen und psychischen Verfassung. Da Kinder und Jugendliche durch einen Krankenhausaufenthalt nicht in der Lage sind, die Schule zu besuchen, muss die Schule zu den Schülerinnen und Schülern kommen. Laut der „Charta für Kinder im Krankenhaus“ der UNESCO, verabschiedet durch die 1. Europäische „Kind im Krankenhaus“-Konferenz in Leiden (NL) im Mai 1988 stehen jedem Kind folgende Rechte zu:

  • "Recht auf Chancengleichheit"

  • "Recht auf Schulbildung"

Aufgaben

Der Unterricht im Krankenhaus orientiert sich am individuellen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler, nimmt Rücksicht auf spezielle Bedürfnisse und auf die spezielle Situation. Im Einzel- oder Gruppenunterricht wird der Lehrstoff nach allen Lehrplänen in differenzierter und individualisierter Weise vermittelt. Für Schülerinnen und Schüler der AHS und BHS-Oberstufe übernimmt an der KJPP Waidhofen an der Thaya die Höhere Schule im Landesklinikum (HILK) den Unterricht.

  • Vermittlung des Lehrstoffes

  • Individuelle Gestaltung des Unterrichts

  • Beziehungsarbeit

  • Normalität – Wichtiger Beitrag zur Gesundung

  • Pädagogische Diagnostik

  • Kontakt zur Herkunftsschule

  • Beratung

  • Zusammenarbeit mit Schulen und Institutionen

  • Leistungsfeststellungen

In der Heilstättenschule können Prüfungen, Tests und Schularbeiten durchgeführt werden. Korrigiert und benotet werden diese von der Herkunftsschule. Das Zeugnis stellt die Herkunftsschule aus.


Ziele

Das wichtigste Ziel aus schulischer Sicht ist es, den Schülerinnen und Schülern den Wiedereinstieg in ihre Klasse zu erleichtern oder einen Klassen- oder Schulwechsel vorzubereiten und ein Wiederholen der Schulstufe nach Möglichkeit zu vermeiden. Aus heilpädagogischer Sicht ist das wichtigste Ziel, das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen so zu stärken, dass sie die schulischen Anforderungen bewältigen können, und sie genau zu beobachten, um verborgene Ängste, Wahrnehmungs- oder Lernschwächen zu erkennen und sie gemeinsam mit ihnen in geeigneter Form zu bearbeiten.

Quelle:http://www.cisonline.at/fileadmin/kategorien/180206_Broschu__re_Heilsta__ttenschule_BF.pdf

 
 
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